Warum wir am Anfang und am Ende unseres Lebens die gleichen Bedürfnisse haben

Am Anfang unseres Lebens ist die Nähe einer vertrauten Person, die mit uns als Kind interagiert und uns versorgt, überlebenswichtig. Ein Kind bindet sich so an die Personen, welche es vertrauensvoll umsorgen. Wissenschaftlichen Theorien nach sind das Bindungsverhalten und das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit angeboren und Menschen bauen instinktiv eine enge Beziehung zu nahen Mitmenschen auf. Die Personen, die das Kind hauptsächlich umsorgen, avancieren zu Bezugspersonen.

Eine Bezugsperson ist der Mensch, der uns Liebe, Respekt und Zuwendung schenkt, bei dem wir uns geborgen fühlen, der unsere Bedürfnisse ernst nimmt, uns unterstützt und dem wir Vertrauen schenken.

Wenn wir durch Erkrankung oder zunehmende Schwäche auf die Hilfe anderer angewiesen sind, freuen wir uns über die Unterstützung durch eine vertraute Person, die unsere Bedürfnisse kennt und respektiert. Ebenso wie Kinder benötigen ältere und pflegebedürftige Menschen die Zuwendung einer Bezugsperson und die Pflege in einem vertrauten Kreis.

Bezugspflege in der ambulanten Pflege

Studien haben ergeben, dass älteren Menschen im Pflegealltag hauptsächlich zwei Punkte besonders wichtig sind:
– zum einen soll immer dieselbe Pflegekraft die Versorgung übernehmen
– zum anderen soll dies möglichst zur gleichen Zeit erfolgen.

Dem Pflegebedürftigen einen selbstbestimmten Lebensherbst  in seiner gewohnten Umgebung zu ermöglichen, unter Berücksichtigung dieser beiden Wünsche, ist Leitgedanke eines Ambulanten Pflegedienstes.

Im Pflegesystem der „Bezugspflege“ übernimmt eine Pflegekraft  verantwortlich die Betreuung und Versorgung eines Pflegebedürftigen. Im Mittelpunkt steht die pflegebedürftige Person und mit ihr das elementare Bedürfnis nach Verlässlichkeit und Vertrauen. Wenn nur wenige Personen, das heißt kleine Teams mit festen Bezugspflegekräften  den Alltag und die Gewohnheiten des Pflegebedürftigen begleiten, wächst das Vertrauen zueinander und damit die Möglichkeit, dass der Pflegebedürftige nach seinen Wünschen leben und handeln kann.

Die Vorteile der Bezugspflege:

• es entwickelt sich ein besonderes Vertrauensverhältnis, was sich positiv auf die Pflege auswirkt
• Angehörige haben stets einen umfassend informierten Ansprechpartner
• Probleme werden schnell erkannt, denn die Pflege liegt in einer Hand
• hohe Kontinuität in der Pflege

DELPHIN und Bezugspflege

DELPHIN bietet eine solche vertrauensvolle Bezugspflege.
DELPHIN unterscheidet sich von vielen anderen Pflegediensten dadurch, dass die Pflegeteams in der Regel aus zwei bis drei Pflegekräften bestehen.
Dies bedeutet für die Pflegebedürftigen, dass immer dieselben Personen zur Pflege kommen. Die Pflegekräfte kennen zum einen die individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Gewohnheiten der zu Pflegenden und zum anderen die Häuslichkeit und das soziale Umfeld. Dadurch können sie sicher und verlässlich agieren, auch bei an Demenz erkrankten Menschen, die ihre Wünsche nicht immer verständlich mitteilen können.
Die Pflegekräfte sind bei DELPHIN selbständig organisiert, dies bedingt ein hohes Maß an Verantwortlichkeit. Sie planen und organisieren die Pflegen in Zusammenarbeit mit der Pflegedienstleitung und sind erste Ansprechpartner für alle an der Pflege beteiligten Personen.