Das Alter und seine Veränderungen

Körperliche Veränderungen sind während unseres gesamten Lebens unvermeidbar, sie erscheinen allerdings vermehrt während des letzten Abschnittes des Lebens.
Eine typische Eigenschaft dieser Veränderungen ist, dass sie sich langsam einschleichen. Viele Veränderungen unseres Körpers treten sogar ein, ohne dass wir es merken, sozusagen heimlich. Zu Recht sind wir dann überrascht, wenn uns nichts mehr wie früher gelingt. Plötzlich sind längere Ruhepausen notwendig, wir können nicht mehr so schnell und sicher gehen oder benötigen deutlich wir weniger Schlaf als zuvor.

Was hilft uns, damit souverän umzugehen? Was hilft uns, die Veränderungen zu akzeptieren oder zumindest einen Kompromiss mit Ihnen zu schließen?
Grundsätzlich hat sich eine positive Einstellung gegenüber Veränderungen und dem Altern bewährt.

Ein Leitfaden in 3 Schritten soll Hilfestellung leisten.

Erster Schritt:
Die eigene Sichtweise ist sehr entscheidend.
Zunächst versuchen wir, über die Veränderungen nicht enttäuscht zu sein. Wir können vielmehr versuchen, Veränderungen zu akzeptieren, wenn sie eintreten, beispielsweise wenn wir nicht mehr selbst Auto fahren dürfen oder wenn wir insgesamt weniger beweglich sind, als wir es waren.
Altern ist dem gegenüber in vielen Bereichen aber auch nicht mit Verlusten und Nachteilen verbunden, wie es gesellschaftlich allgemein vermutet wird. Altern bringt teilweise sogar Vorteile, wie mehr Gelassenheit und Weisheit mit sich.
Alles in allem können wir dem Altern nicht entfliehen, es gehört zum Leben dazu und hat eben auch seine schönen Seiten.

Zweiter Schritt:
Bewegung und Ernährung, so gut es geht.
Wir können unserem Älterwerden aktiv begegnen. Mit dem Prozess des Alterns gehen häufig Schmerzen und Unsicherheiten einher. Hilfreich sind leichte Gymnastikübungen, um Schmerzen vorzubeugen. Vielleicht sogar in einer netten Senioren-Gymnastikgruppe bei schöner Musik. Eine Laufhilfe hilft bei Geh-Unsicherheit. Somit sind wir weiterhin mobiler, aktiver und stärker.
Zudem ist es gut, sich die Essgewohnheiten anzuschauen und gegebenenfalls zu verändern.
Wir wollen bei alledem natürlich selbst alle Entscheidungen treffen, bevor die Begebenheiten uns dazu drängen. Was bleibt, ist die Freude darüber, dass wir rechtzeitig gehandelt haben.

Dritter Schritt:
Lachen ist die beste Medizin.
Es ist sehr hilfreich, wenn wir eine positive Einstellung gegenüber dem Leben haben und behalten und unseren Humor pflegen. Wir wollen sicherlich nicht wie ein alter Griesgram enden.
Unsere körperliche Entwicklung ist nun mal nicht vorhersehbar. Wenn wir die kommenden Veränderungen mit einer gewissen Leichtigkeit annehmen können, hilft das, eine ruhige Haltung zu entwickeln und positiv nach vorne zu blicken.
Wichtig ist, vor allem das zu sehen, was uns gelingt. Wenn es dann mal zwickt und zwackt, können wir es nicht immer ändern, aber bestenfalls mal darüber lachen oder auf die leichte Schulter nehmen.
Beispiele von Menschen, die über 100 Jahre alt werden, zeigen immer wieder, dass sie eine positive und oft auch humorvolle Einstellung gegenüber dem Leben haben.